Wortarten finden

🧱 Wortarten finden

Nomen, Verben und Adjektive in einem Satz zu finden ist die klassische Übung des Deutschunterrichts, und eine, die auf Papier natürlicher ist als am Bildschirm. Dort tippt man ein Wort an und es verschwindet wieder; hier bleibt die Unterstreichung stehen, während man weiterliest. Am Ende sieht man den ganzen Text mit seinen Markierungen und erkennt Muster: dass fast jeder Satz genau ein Verb hat, dass vor Nomen meistens ein Artikel steht.

Drei Stufen von kurzen Sätzen bis zu längeren, und man wählt selbst, wonach gesucht wird. Markiert wird mit verschiedenen Linienarten statt mit Farben, also durchgezogen, gestrichelt und gepunktet, denn auf einem Schwarzweiß-Drucker sind drei Farben drei gleich graue Striche. Die Kürzel N, V und A stehen zusätzlich darüber, weil das die Schreibweise ist, die im Heft verlangt wird.

Stufe

dazu Adjektive

Was soll markiert werden
Wie viele Sätze

Wortarten finden

Name:Datum:

Klasse 3 · 9 Sätze

Unterstreiche in jedem Satz Nomen, Verben und Adjektive. Schreibe über jedes markierte Wort sein Kürzel.

NNomen: Dinge, Lebewesen, NamenVVerben: was jemand tutAAdjektive: wie etwas ist
  1. 1Das alte Haus steht am Wald.
  2. 2Der freundliche Lehrer erklärt die Aufgabe.
  3. 3Die rote Blume duftet süß.
  4. 4Das kleine Küken piepst.
  5. 5Die bunten Blätter fallen.
  6. 6Die frische Milch schmeckt gut.
  7. 7Der kleine Hund bellt laut.
  8. 8Die müde Katze sucht einen warmen Platz.
  9. 9Ein schneller Zug fährt nach Berlin.

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👨‍👩‍👧 Fragen zu „Wortarten finden“

Woran erkennt ein Kind ein Nomen?

An drei Dingen zusammen, nicht an einem: Es lässt sich ein Artikel davorsetzen (der, die, das), man kann eine Mehrzahl bilden, und es wird großgeschrieben. Die Großschreibung allein trägt nicht: Am Satzanfang steht jedes Wort groß. Der verlässlichste Test ist die Artikelprobe: Wo „der", „die" oder „das" davorpasst, steht ein Nomen. Das funktioniert auch bei Wörtern, die ein Kind nicht kennt.

Ist „schnell" in „Der Hund läuft schnell" ein Adjektiv?

In der Grundschule wird es meist so genannt, genau genommen ist es hier ein Adverb: Es sagt nicht, wie der Hund IST, sondern wie er LÄUFT. Der Unterschied zeigt sich an der Endung: „der schnelle Hund" wird gebeugt, „läuft schnell" nicht. Auf diesen Blättern sind nur Wörter als Adjektiv markiert, die wirklich ein Nomen beschreiben. Wenn Ihr Kind es in der Schule anders lernt, ist das kein Widerspruch, sondern eine Vereinfachung, die später aufgelöst wird.

Warum ist es wichtig, Wortarten zu kennen?

Weil fast jede Rechtschreibregel an ihnen hängt. Nomen werden großgeschrieben, Verben klein: Wer die beiden nicht auseinanderhält, kann die Regel nicht anwenden, egal wie oft er sie hört. Dasselbe gilt für die Zeitformen, die nur Verben haben, und für die Kommasetzung. Wortarten sind kein Selbstzweck, sondern das Werkzeug, mit dem man über Sprache reden kann.

Wie viele Sätze sind eine sinnvolle Einheit?

Sechs bis neun. Wortarten bestimmen ist konzentrierte Arbeit, und nach dem zehnten Satz macht ein Kind es mechanisch: Es sucht dann nach großgeschriebenen Wörtern, statt zu prüfen. Wenn es zu leicht wird, hilft die nächste Stufe mehr als mehr Sätze: Die längeren Sätze enthalten mehr Wörter, bei denen die Artikelprobe nötig wird.

Was ist der Unterschied zwischen Wortart und Satzglied?

Die Wortart klebt am einzelnen Wort und ändert sich nie: „Hund" ist immer ein Nomen. Das Satzglied ist die Rolle im Satz und kann mehrere Wörter umfassen: In „Der kleine Hund bellt" ist „Der kleine Hund" zusammen das Subjekt. Deshalb kommt das eine in der Grundschule und das andere in Klasse 5 und 6, und deshalb geht es auf diesem Blatt nur um Wortarten. Für Satzglieder gibt es die Wortarten-Werkstatt im Spielbereich.