Deutsch lernen: mit der Muttersprache als Brücke

Deutsch lernen: mit der Muttersprache als Brücke

Diese Spiele sind für Kinder gedacht, die Deutsch als zweite Sprache lernen. Der Unterschied zu den übrigen Deutsch-Spielen liegt in der Richtung: Hier ist Deutsch das Ziel, und die Muttersprache ist die Brücke. Wer beim Anlegen des Kindes Türkisch, Arabisch oder Ukrainisch angibt, bekommt die Wörter zusätzlich in dieser Sprache angezeigt.

Der Wortschatz beginnt bei dem, was im Alltag zuerst gebraucht wird, also bei Essen, Familie, Körper, Kleidung und Schule, und wächst von einzelnen Wörtern über Artikel zu ganzen Sätzen. Im „Deutsch-Heft" kommt dazu das Lesen: Dort steht auf jeder Seite ein deutscher Satz, der etwas verlangt, etwa anmalen, verbinden oder ordnen, und richtig wird die Seite nur, wenn das Kind ihn verstanden hat. Dieselben Hefte stehen unter „Werkzeuge" als Blatt zum Ausdrucken bereit, mit Lösungsblatt für die Eltern. Der Bereich „Deutsch lernen" erscheint nur, wenn eine Muttersprache eingestellt ist; Familien ohne diesen Bedarf sehen ihn gar nicht.

7 Spiele für diesen Bereich

👨‍👩‍👧 Fragen zu Deutsch lernen: mit der Muttersprache als Brücke

Für welche Muttersprachen gibt es Hilfen?

Aktuell für Türkisch, Arabisch und Ukrainisch. Diese drei sind gewählt, weil sie in deutschen Grundschulen am häufigsten vorkommen. Die Hilfe erscheint als zweite Zeile unter dem deutschen Wort: Sie ersetzt es nicht, sondern steht daneben, damit die Verbindung entsteht. Fürs Papier gibt es dieselben Wörter unter „Werkzeuge“: Vokabelkarten zum Ausschneiden mit der Muttersprache auf der Rückseite und ein Arbeitsblatt zu der, die und das mit einer Hilfsspalte, damit auch Eltern abfragen können, die selbst noch Deutsch lernen. Eine weitere Sprache zu ergänzen ist technisch wenig Aufwand; wenn Ihnen eine fehlt, schreiben Sie uns.

Hilft das auch Kindern, die schon etwas Deutsch sprechen?

Ja, besonders bei den Artikeln. Der bestimmte Artikel ist für fast alle Lernenden die härteste Stelle des Deutschen, weil er sich weder aus der Bedeutung noch aus der Form zuverlässig ableiten lässt. Das Spiel „Der, die, das" übt ihn deshalb nicht als Regel, sondern als feste Verbindung zum Wort: Genau so, wie ihn muttersprachliche Kinder auch lernen.

Ist das für den Unterricht in einer Willkommensklasse geeignet?

Die Spiele sind für zu Hause gebaut, funktionieren aber auf jedem Gerät ohne Anmeldung und ohne Internet: Was für den Einsatz in der Schule eher hilft als schadet. Mehrere Kinder können sich ein Tablet teilen, jedes mit eigenem Spielstand. Was fehlt, ist eine Lehreransicht: Es gibt keine Möglichkeit, den Fortschritt mehrerer Kinder zentral zu sehen.

Wie wird die Aussprache vermittelt?

Über vorgelesene Sprachaufnahmen, nicht über Lautschrift. Jedes Wort und jeder Satz lässt sich anhören, so oft man will. Die Aufnahmen sind vorproduziert, damit sie überall gleich klingen und auch offline funktionieren. Wo eine Aufnahme fehlt, springt die Vorlese-Stimme des Geräts ein: Die klingt je nach Handy unterschiedlich gut.